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Achtsames Selbstmitgefühl

12.06
Lisa Svensson

Selbstmitgefühl hat nichts mit Selbstmitleid („Ich Arme!“), Schwäche oder Egoismus zu tun. Vielmehr ermöglicht es uns, in schwierigen Situationen uns selber zu motivieren, uns zu unterstützen und bei uns zu bleiben. Anstatt uns selber mit Kritik und Abwertungen runter zu ziehen, eröffnen wir uns für mehr Wohlwollen, Verständnis und Mitgefühl uns selber gegenüber. Dies setzt jede Menge Energie, Inspiration und Mut frei und hilft uns, auch unseren Mitmenschen mit mehr Wärme, Gleichmut und Deutlichkeit zu begegnen.

Viele Jahre galt es, das Selbstvertrauen zu stärken, um eine erhöhte Lebensqualität zu erreichen. Dies hilft vielleicht solange alles glatt läuft. Was ist aber, wenn wir nicht unser Ziel erreichen, uns unsicher fühlen oder etwas Schlimmes passiert?

Früher oder später stoßen wir an unsere Grenzen. Wir fühlen uns immer wieder schlecht, hilflos und unfähig. In diesen Fällen bringt uns ein gut aufgebautes Selbstvertrauen nicht weiter. Die Regie übernimmt eher der strenge innere Selbstkritiker, der uns in Frage stellt und uns zum Grübeln und Verzweifeln bringt. Die moderne Forschung zeigt in diesem Fall neue Ergebnisse: Was wirklich hilft, ist Selbstmitgefühl!

Die mittlerweile ca. 250 Forschungsstudien über Selbstmitgefühl zeigen eindeutige Ergebnisse: Selbstmitgefühl schützt vor Burnout-Syndrom und Depressionen, stärkt die Gesundheit und fördert unsere Beziehungen. Wer Selbstmitgefühl übt, ist nicht nur laut der Forschung mehr belastungsfähig, sondern leistet auch mehr als andere.

Hier einige ausgewählte Forschungsergebnisse zur Veranschaulichung:

  • Die Studenten, die mehr mitfühlend mit sich selber sind, haben eine andere Lernmotivation als andere Studenten. Anstatt aus einer Versagungsangst heraus zu lernen, lernen diese Studenten aus einer innewohnenden Neugier und Wissbegierde heraus. So haben die Studenten, die Mitgefühl übten, mehr gelernt und bessere Ergebnisse bei der Prüfung erreicht.

  • Probanden, die Selbstmitgefühl übten, hatten geringere Kortisolwerten (Kortisol ist ein Hormon, das bei Stress ausgeschüttet wird und zu Unwohlsein führt).

  • In Paarbeziehungen hatten die Partner, die Selbstmitgefühl ausübten, bessere Beziehungsvariablen (z.B. mehr Kompromissbereitschaft und weniger Streitneigung).

  • Selbstmitgefühlspraktizierende hatten mehr Erfolg bei einer Diät oder beim Aufhören zu Rauchen.

In der Arbeit mit Selbstmitgefühl geht es als ersten Schritt darum, die eigene Achtsamkeit für den inneren Selbstkritiker und seine Wirkung zu verstärken. Dies wird durch unterschiedliche Achtsamkeitsübungen und individuelles Erforschen erreicht. Daraufhin wird, ebenfalls durch Selbsterkundung und unterschiedliche Übungen, unsere gesunde und heilsame Fähigkeit zur Selbstunterstützung und -mitgefühl kultiviert. Wir lernen es, uns selber zu unterstützen und wertzuschätzen. Ferner verbinden wir uns mit der Menschheit als ganzes, indem wir es uns vergegenwärtigen, dass wir nicht alleine sind. Es ist ein Teil der menschlichen Erfahrung Fehler zu machen oder überfordert zu sein.

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