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Veränderungen umsetzen - Was sollten Sie als Führungskraft bedenken?

28.01
Monika Hüsgen

Bedingt durch Ihre Verantwortung als Führungskraft, haben Sie auch unliebsame Maßnahmen so umzusetzen, dass Ihrem Unternehmen hieraus möglichst kein Schaden bzw. das bestmögliche Resultat entsteht.

Sie haben vielleicht die Aufgabe eine Filiale zu schließen oder bestimmte Kundengruppen nicht mehr vom Außendienst betreuen zu lassen oder die Öffnungszeiten zu reduzieren. Es soll aber sicherlich verhindert werden, dass Sie Ihre Kunden verlieren oder Mitarbeiter demotiviert werden.

Jede unfreiwillige oder nicht selbstgesteuerte Veränderung wird von Mitarbeitern als persönlicher Verlust erlebt. Die Verarbeitung dieses Verlustes durchläuft verschiedene Phasen, welche bereits in den 70er Jahren von Elisabeth Kübler-Ross (1926 - 2004, schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin) beschrieben wurden. Das Wissen um diese Phasen und die geeignete Begleitung können verhindern, dass sich der Change Prozess unnötig lange hinzieht oder Ihre Mitarbeiter sich dabei so verhalten, dass Ihrem Unternehmen Schaden zugefügt wird.

Im Veränderungsprozess können sich in der ersten Phase der Leugnung die Reaktionen als eine Art von Lähmung / Starre zeigen ("Das kann doch nicht wahr sein!") oder die Maßnahmen als vollkommen überflüssig oder sogar unsinnig abgelehnt werden. Ihren Mitarbeitern in dieser Phase beizustehen, beinhaltet wiederholt ausführlich zu erläutern, weshalb die Veränderungen notwendig sind und je mehr die Mitarbeiter darauf vertrauen, dass die Veränderungen zu Verbesserungen führen oder zumindest Verschlechterungen verhindern, umso eher werden sie sich den Neuerungen gegenüber öffnen.

Die nächste Phase ist von Zorn oder Ärger geprägt. Ihre Mitarbeiter werden Gründe finden, warum es Schuldige für diese unliebsame Maßnahme gibt, die nicht notwendig wäre, wenn nicht Fehler gemacht worden wären. Halten Sie diesen Zorn aus, er wird sich legen.

Danach folgt die Phase des Verhandelns. Ihren Mitarbeitern werden unzählige Argumente einfallen, warum man diese Maßnahme nicht umsetzen sollte. Wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind und hinter der geforderten Veränderung stehen, können Sie die Gründe überzeugend kommunizieren und die Zukunft so ausmalen, dass die Mitarbeiter wissen, was sie von den geplanten Veränderungen positiv erwarten können.

Die folgende Phase ist geprägt von der Trauer um den persönlichen Verlust. Für alle Beteiligten ist es nicht leicht, diese Zeit auszuhalten. Zeigen Sie Verständnis und Mitgefühl, Argumente helfen in dieser Phase nicht!

Zum Abschluss dieses Gesamtprozesses werden Ihre Mitarbeiter die kommunizierten Veränderungen akzeptieren und es wird sich hieraus ein Gefühl der Hoffnung entwickeln. Diese letzte Phase kann unterstützt werden, indem gute Erfahrungen möglich werden. Sie können z.B. kleinere Fortschritte auf dem Weg zu der gewünschten Veränderung belohnen. Ziel ist es, dass sich kein Gefühl von "wir gegen die" entwickelt, sondern dass die notwendigen Maßnahmen gemeinsam getragen werden. Mitarbeiter mit Kundenkontakt sollten diesen gegenüber überzeugend die positiven Aspekte der Veränderung kommunizieren können.

Wenn es Ihnen gelingt, diesen notwendigen Prozess gut zu steuern, werden Sie Veränderungen schneller und effektiver umsetzen können und damit langfristig erfolgreich sein!

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